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2. Auflage 2013

Lektion 1. Das eigene Dunkel überwinden

 

Diese Lektion 1 wurde gründlich überarbeitet und aktualisiert. 

Hörbuch im Shop

 

Liebe heilt Angst

Ein Kurs zur Selbsterkenntnis
und Heilung der eigenen Lebensräume

Tief in die Dunkelheit sind wir herabgestiegen,
um sie zu wandeln - und uns selbst zu wandeln.
Denn wir sind Pioniere der Zeit und Kristalle der Welt.
Wir wandeln mit offenem Herzen
durchschauen die Dunkelheit
und erblicken uns selbst - im Lichte.

 

 

Menschen sind Lichtwesen in physischen Körpern - Sonnenkinder, Sternensaat - tief in die Räume der Dunkelheit herabgestiegen, um sie in sich aufzunehmen und zu studieren - und schließlich, um sie zu verwandeln. So verwandelt der Mensch sich selbst und wird wieder ein Lichtwesen - inmitten der Dunkelheit.

Auf Erden sind wir duale Wesen - Menschen und Geister - die zwischen emotionaler Finsternis und klarem geistigen Licht pendeln. Die Dualität ist ein Pendel, das zwischen zwei Polen schwingt: zwischen Ein-heit und Zwei-fel, zwischen Ein-tracht und Zwie-spalt,  zwischen Ein-sicht und Ver-zwei-flung. Ein ewiges Hin und Her, bis wir beschließen, frei zu werden. Bis wir unsere Herzen öffnen und jegliche Form der Dunkelheit in ein lichtvolles inneres Fließen bringen. 

 

Der Inhalt

  • Einleitung „Rätsel in der Finsternis“
  • Unwissenheit macht Angst, Wissen befreit die Liebe
  • Dunkel-Licht im Lebenskreuz
  • Dunkel-Licht im Organismus
  • 1. Stufe: Das Erkennen der Dunkelheit
  • 2. Stufe: Das An-Erkennen der Dunkelheit
  • 3. Stufe: Das Wirken der Dunkelheit
  • 4. Stufe: Die fünf Räume des Dunkels
  • 5. Stufe: Urteil und Unterscheidung
  • 6. Stufe: Die Wege der Dunkelheit
  • Meditation im Lichtturm des Geistes
  • Noch ein Wort zu Heilungskrisen

 

Einleitung  

„Rätsel in der Finsternis“

(Zitat: Gandalf, Herr der Ringe)

 

Verborgene Kräfte und Reiche

Die größten Kräfte unseres ewigen Lebens waren lange Zeit vor uns verborgen: Liebe und Lebensfreude, Weisheit und Kraft, Frieden und Mitgefühl, Macht und Sanftheit, Dankbarkeit und Kreativität. Sie warten irgendwo in der Dunkelheit, in einem verborgenen Raum darauf, dass wir sie entdecken und befreien.

Und wenn wir sie befreien,
dann befreien sie uns.

 

Verborgener Zweck

Was ist Dunkelheit? Wie ist sie? Wo ist sie? Was will sie? Was tut sie? Warum hält sie unser Licht verborgen? Was braucht sie, damit sie es freigibt? Wagen wir uns hier und jetzt schon einmal an ein paar mögliche Kurzantworten: 

Was ist Dunkelheit?               Dunkelheit ist Leben

Wie ist sie?                            Sie ist wie wir: dual und vielfältig.

Wo ist sie?                             Draußen in der Welt an jedem Ort, in jedem Geschehnis,  

                                               in jeder Begegnung, in jedem Augenblick. Drinnen in

                                               jeder Körperzelle, vor allem aber in unseren Herzen

Was will sie?                          Sie will, wie wir, atmen und sich entwickeln.

Was tut sie?                           Sie spiegelt uns und hält unser inneres Licht verborgen.

Warum hält sie unser

Licht verborgen?                    Sie hütet es, bis wir stark und reif genug sind,

                                               es zu halten und zu lenken.

Was braucht sie,

damit sie es freigibt?              Respekt und Dankbarkeit - und den richtigen Zeitpunkt.

 

Verborgene Spielregeln

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Nähern wir uns dem Thema in einzelnen Schritten und von verschiedenen Seiten. Es gibt verschiedene Räume des Dunkels, unterschiedlicher Natur, in verschiedensten Dimensionen. Und doch gehören sie alle zu uns. Einige Räume berühren einander, überschneiden oder durchdringen sich. Andere tun es nicht. Sie alle haben Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Eine Gemeinsamkeit ist: Sie zeigen sich nicht. Sie sind verborgen und verhüllt. Winston Churchill soll einmal gesagt haben, Moskau sei „ein Rätsel inmitten eines Geheimnisses, umgeben von Mysterien“. Das trifft auch auf jeden einzelnen unserer dunklen Räume zu. Doch auch das Licht ist voller Rätsel, Geheimnisse und Mysterien! Denn es ist Eins mit der Dunkelheit.

Ein Unterschied: Manche dunklen Räume beherbergen Schmerzen und Leid, andere Glückseligkeit und Freude. Manche tragen Hass, Neid und Aggression in sich, andere Sanftmut, Fülle und Freude. In manchen wabern Krieg, Angst und Verrat, in anderen strahlen Frieden, Liebe und Treue.

 

 

Unterscheiden wir hier zwei Arten des Dunkels: die leuchtende, schöpferische und die graue, dämonische Dunkelheit. Die erste ist eine göttlich-kosmische Urkraft - ewig lebendig und voller Lebensfeuer. Die zweite könnten wir als eine Nebenwirkung oder ein Abfallprodukt der menschlichen Schöpfung betrachten - ewig tot, voll Starre und Kälte. Und doch ist sie mehr als das, wie wir später sehen werden: Auch sie ist wertvoll. Doch ihr Wert zeigt sich erst nach ihrer Verwandlung.

Die leuchtende Dunkelheit beherbergt ein gewaltiges Maß an Liebe und Fürsorge für unser Leben. Doch diese Kräfte sind verhüllt und verborgen. Sie zeigen sich nicht, sondern wollen hinter den Schleiern unserer Sicht erkannt und angenommen werden.

Die graue Dunkelheit beherbergt Schmerzen und Leid, Angst und Verrat, Gier und Minderwert und viele andere negative Gedanken- und Gefühlsenergien der Menschen. Auch sie ist verhüllt und verborgen, zeigt sich nicht offen, sondern will ebenfalls hinter den Schleiern unserer Sicht erkannt werden - angenommen und transformiert.

In den dunklen Räumen herrschen dieselben Spielregeln wie in den lichten. Die dunklen Räume korrespondieren mit den lichten - und oftmals tauschen sie heimlich ihre Rollen, ohne dass wir es merken. Erst mit der Zeit erkennen wir, dass da noch andere Kräfte am Wirken sind als jene, die wir glauben zu kennen. Denn in Wirklichkeit sind Licht und Dunkel Zwillingsseelen, die der Reifung unserer Seelen dienen.

 

 

Die dämonische Dunkelheit, das graue Massenbewusstsein, wird zu Licht, wenn wir uns, in Liebe und Respekt zu uns selbst, unserer eigenen Dunkelheit annehmen. Wir werden schmerzvolles Dunkel überwinden und in Licht verwandeln, wenn wir uns selbst betrachten, wenn wir uns selbst verwandeln. Das wollen wir hier tun.

Denn alle dunklen Räume - sowohl die leuchtenden als auch die grauen - sind Teil von uns selbst: Fünfzig Prozent unseres Körpers und menschlichen Bewusstseins, fünfzig Prozent unserer Gefühle und Gedanken, fünfzig Prozent unseres Lebens und Todes.

Das Ausmaß grauer Dunkelheit auf Erden ist groß - allerdings nicht das Ergebnis eines einzigen Menschenlebens, nicht einer einzigen Generation, sondern vieler Lebensspannen in dunklen Zeitaltern, die uns allen ihre verborgenen Erbschaften hinterließen.

Viele Male lebten wir auf Erden, schichteten Schmerz und Leid zu tiefer Dunkelheit, woben dunkle Schleier, die immer wieder unser großes inneres Licht umhüllten.

So tun wir nun kaum etwas anderes, als ein wenig aufzuräumen, alte klebrige Netze zu erlösen, uraltes Dunkel zu durchlichten und ein Resümee unserer inneren Macht und Kraft zu ziehen, aus dem sich dann ganz von selbst der Beginn einer lichtvollen Welt ergibt.

 

 

Unwissenheit macht Angst

Wissen befreit die Liebe

 

Viele Menschen haben Angst vor der Dunkelheit - eine diffuse Angst vor einer diffusen Dunkelheit. Kaum jemand weiß, was Dunkelheit überhaupt ist und welchen Wert sie für unser Leben hat. Deshalb herrscht Angst.

Angst kann nur auftreten, wenn zwischen uns und dem uns Ängstigenden eine Schlucht liegt, eine Trennung herrscht. Zumeist ist es eine Trennung von der eigenen der Erfahrung und vom eigenen inneren Wissen.

Angst entsteht durch Misstrauen. Misstrauen entsteht durch Entfremdung. Entfremdung entsteht durch Trennung - von uns selbst. Angst herrscht nur dadurch, dass uns etwas fremd ist, dass wir es nicht einschätzen können. Angst flüstert uns ein, dass etwas schicksalhaft zuschlagen könnte, ohne dass wir es beeinflussen könnten, ohne dass wir die Ursachen, die Zusammenhänge und den Sinn verstehen. Angst nutzt unsere Unfähigkeit, hinter die Schleier zu blicken und dort Gesetzmäßigkeiten und unsere eigenen Möglichkeiten und Verantwortlichkeiten zu erkennen. So lange diese Unfähigkeit herrscht, so lange herrscht Angst.

Gleichzeitig war Dunkelheit auch das spannendste Thema unseres Lebens. Dieses erkennen wir daran, dass jene Geschichten, Bücher, Filme und Nachrichten am meisten Anklang in der Bevölkerung finden, in denen es um Psychoterror, Gewalt Blutvergießen und Krieg geht. Auch dies hat einen tiefliegenden und nachvollziehbaren Grund. Welchen? Interessant und lohnend, dies (selbst) herauszufinden.

Um angstfrei zu werden ist es wichtig, den Zustand der inneren Trennung zu überwinden und eine persönliche Beziehung zu dem aufzubauen, wovor wir Angst haben. Alles, was uns nah, vertraut und bekannt ist - alles, was wir verstehen, ist frei von Schrecken und hat keine Macht über uns.

Lange waren diese Inneren Schluchten zwischen uns und der Dunkelheit Teil unseres Lebens. Sie sorgten dafür, dass WIR die Dunkelheit und die Dunkelheit UNS festhalten konnten. Nun beginnen wir, Dunkelheit zu erkennen und Angst zu entlassen. Und im gleichen Maße hält Dunkelheit uns geborgen und Angst entlässt uns. Und wir alle werden frei.

 

 

Die Mysterien von Dunkelheit und Licht

in unserem eigenen Körperleben

 

Dunkel-Licht im Lebenskreuz

 

Das Kreuz ist ein Lebenssymbol. Es birgt viele Geheimnisse und erklärt uns Zusammenhänge zwischen unserem Innersten und der äußeren Welt: verborgene Körpermechanismen sowie Lebensprinzipien und Spielregeln.

 

Auf dem waagerechten Ast pendelt unser Leben zwischen dem Licht und dem Dunkel der äußeren Welt - immerzu durch unser eigenes inneres Dunkel-Licht hindurch. Und dieses ist genau entgegengesetzt positioniert: Unser inneres Dunkel ist auf das äußere Licht gerichtet und unser inneres Licht auf das äußere Dunkel. Erstaunlich - aber kein Zufall, denn nur diese entgegengesetzten Beziehungen garantieren Veränderung, Wandlung und Evolution.

 

Auf dem senkrechten Ast pulsiert unser Leben zwischen dem geistigen Licht und der kosmischen Seele sowie dem planetarischen Materiedunkel und den menschlichen Körperwegen, zwischen dem ewigen Leben und dem vorübergehenden Tod.

 

Geistige Schöpfung und physische Erschöpfung

Spreizung und Zusammenschluss

 

Hier verbirgt sich ein weiteres Geheimnis, das wir nun erkennen und nutzen können: Die horizontalen Pole spreizen sich auseinander und die vertikalen Pole fließen zusammen.

Was heißt das? Licht und Dunkelheit auf dem waagerechten Ast entfernen sich dadurch, dass wir sie nutzen, immer weiter voneinander - soweit, bis unser Spagat zwischen ihnen zu groß wird. Dann können wir die Pole in ihrer Einfachheit und Bedeutung nicht mehr erfassen, da sie in einer unüberschaubaren Vielfalt und Widersprüchlichkeit aufgegangen sind.

Dies ist das Phänomen der physischen Schöpfung: Je mehr wir uns darin bewegen und tun, je aktiver wir hier sind, desto mehr entsteht auf der Bandbreite: die Schöpfung dehnt sich aus -  bis zur völligen Erschöpfung.

Nutzen wir den senkrechten Lebensast, dann bewegen sich die Pole (kosmische Quelle und planetarische Heimat) aufeinander zu. Wenn wir senkrecht zwischen Dunkelheit und Licht sowie Tod und Leben atmen, dann verringert sich ihr Abstand.

Dies ist ein Phänomen der geistigen unerschöpflichen Schöpfung: Je mehr wir uns in ihr bewegen, je aktiver wir hier sind, desto mehr lösen sich die Unterschiede zwischen den Dimensionen auf - desto mehr werden Geist, Seele und Körper eins.

In diesem Sinne nennen wir den waagerechten Lebensast den „Horizont des Menschen“ und den senkrechten Lebensast das „Firmament der Meister“. Für unsere Zwecke in Lektion 1 reicht es an dieser Stelle aus. Mehr über das Lebenskreuz und den senkrechten Lebensast finden wir in Lektion 2 „Der Senkrechte Atem“ sowie in Lektion 6 „Herz und Kreuz

 

 

Dunkel-Licht im Organismus

 

Dieses Bild zeigt die Urkräfte unseres Körpers: geistiges Licht und geistige Dunkelheit, Plus und Minus, Elektrizität und Magnetismus, Gott und Göttin.

Die Dunkel-Licht-Dualität herrscht in jeder Zelle und in jedem Organ unseres Körpers. Schon aus diesem Grunde können wir uns unmöglich der Dunkelheit entziehen, um im Licht - und nur im Licht - Trost und Heilung zu finden. Das Pendel des Lebens schwingt unweigerlich: Wann immer wir lange genug in der Dunkelheit saßen, kam das Licht. Und wenn wir weit genug ins Licht vorangeschritten sind, kam die Dunkelheit. Und beide führten uns auf unseren Wegen weiter.

Unser organisch-zelluläres Licht-Dunkel birgt unsere eigenen geistige Absichten, seelischen Kräfte und Fähigkeiten sowie die natürlichen körperlichen Mechanismen und Funktionsweisen.

Wir fragen uns nun, wie sich dieses zelluläre Licht-Dunkel auf unsere Körper und unsere Lebenssituation auswirken kann. Was hat unser Zell-Licht-Dunkel mit dem alltäglichen äußeren Dunkel zu tun: mit nachbarlicher Feindschaft, Partnerschaftsdramen und finanzieller Trübsal, mit andauernder Krankheits- und Ansteckungsgefahr, mit permanenter Erfolglosigkeit, Burn-Out, Mobbing und Karriereknick, mit dem Hang zu Unfällen und Selbstverletzung - mit diffuser Angst vor diffuser Dunkelheit?

Nun, jedes einzelne Organ besitzt ein spezifisches Gegensatzpaar von positiven und negativen Gefühlskräften. Diese sind in der Lage, dunkle und lichte Energien in den Körper und nach außen zu strahlen. Und das tun sie seit Jahrtausenden.

Die lichten Kräfte des Herzens sind beispielsweise Liebe, Sanftheit und Offenheit. Die dunklen Gegenkräfte sind Zorn, Härte und Verschlossenheit. Sie beide halten das Gleichgewicht des Lebens. Würde das Eine fehlen, könnte sich das Andere nicht entwickeln. Die dunklen Gefühle erzeugen Kraft und die lichten Gefühle erzeugen Freies Fließen. Was wäre das Eine ohne das Andere? 

Diese Organgefühlskräfte erzeugen durch gegenseitige Wechselwirkung unsere Realität. Eine solche Wechselwirkung zwischen unseren Gefühl-Gedanken und inneren Organen erzeugt die innere Realität, zu der unter anderem auch Krankheit und Gesundheit gehören. Ebenso herrscht eine Wechselwirkung zwischen unseren Gefühl-Gedanken und Ausstrahlungen. Sie erzeugt die äußere Realität, zu der unter anderem auch Krieg und Frieden gehören.

Ausschließlich negative Gefühl-Gedanken sind alte emotional-mentale Dunkelheit - und erzeugen neue: graue Tyrannei. Ausschließlich positive Gefühl-Gedanken sind altes emotional-mentales Licht und erzeugen neues: rosa Engelsgeläut. Beides einzeln nicht sehr befriedigend. Beides zusammen erzeugt Kraft. Charisma und Souveränität.

Viele verschiedene Netze vermitteln zwischen Gefühl-Gedanken und Organen: neuronale Netze, das zentrale und das vegetative Nervensystem, das Hormonsystem und das ätherische Nervensystem sowie die Meridian-, Nadi- und Chakra-Systeme.


Die zerstörerische Macht der Emotionen

Die heilende Macht der Gedanken

 

Gefühl-Gedanken - ein neues Wort, eine alte Verwirrung. Wer kann schon klar unterscheiden, was Gefühle und was Gedanken sind? Geht das überhaupt?

An dieser Stelle sollte uns der wesentliche Unterschied zwischen Gefühlen und Gedanken klar werden, denn er ist von großer Bedeutung: Viele Menschen fühlen sich ihren negativen Gefühlen ausgeliefert und glauben, nichts dagegen tun zu könnten. Sie lassen sich von eigenen dunklen Regungen unterdrücken und treiben. Die Macht der Emotionen ist in der Tat aufgrund der Erfahrungen vergangener Zeitalter gewaltig. Sie beherrschen uns so lange, bis wir die Macht der klaren Gedanken aktivieren.

Zwar sind wir Menschen, ebenso wie die Tiere, Gefühlswesen. Aber wir sind auch, anders als die Tiere, Intelligenzwesen - und dies in erster Linie. Diese Intelligenz führt unsere Gefühle und Organe und unser Körperleben. Je nachdem, wie finster oder lichtvoll unsere Intelligenz ist, sind auch unsere Gefühle und Organe von Finsternis oder Licht durchzogen.

Bei den Tieren folgt der Geist dem Instinkt. Hier steht das Fühlen an erster Stelle. Beim Menschen folgen die Gefühle dem Geist. Hier steht der Gedanke an erster Stelle. Aus diesem Grund ist der Mensch In seiner Entwicklung zu höheren Gefühlen fähig, als das Tier. Ein Grund, weshalb der Mensch als „König der Tiere“ bezeichnet wird.

Die Gefühle folgen den Gedanken und Entscheidungen: unserem Willen. Das bedeutet in der Konsequenz: Unsere Gefühle (und daher auch: unsere inneren Organe und äußere Umgebung) sind der Qualität unserer Gedanken und der Absicht unseres Willens auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Wenn wir uns gedanklich gehen lassen, wenn wir unsere Gedanken immer wieder in negative Gefühlszonen abschweifen lassen, wenn wir uns durch Fremdgedanken bestimmen lassen, dann geht es niemand gut, weder unseren Gefühlen noch unseren Organen noch den Menschen in unserer Umgebung.

 

 

Die Tabelle  zeigt die Beziehungen zwischen dem gedanklich-emotionalem Dunkel und den dazugehörigen Organen. Wenn diese von Disharmonien, Schmerzen oder gar Symptomen befallen sind, sollten wir das eigene Denken überdenken unddas eigene Fühlen bewusst und willentlich neu ausrichten.

 

 

Lassen wir es hier damit genug sein. Dieses Thema vertiefen wir

- in allen Lektionen insbesondere 6 und 7, 16, 17 und 19

- sowie in allen tv-Seminaren, insbesondere 2, 5, 10 und 11

 

 

1. Stufe

Das Erkennen der Dunkelheit 

 

Lange Zeit sind wir vor der Dunkelheit geflüchtet. Wir haben sie gemieden, wo wir nur konnten. Wir haben sie verurteilt und verdammt, verboten und stigmatisiert. Wir hielten sie für krank und unnormal - und haben uns doch ihrer bedient, heimlich und im vollen Bewusstsein - oder unbewusst und unheimlich

Jahrhunderte lang wurden Menschen, die in der Dunkelheit lebten, entweder aktiv zum Tode verurteilt oder passiv dem Tod überlassen. Wir wendeten uns von ihnen ab, weil wir glaubten, im Licht zu stehen und im Recht zu sein - in den Jahrtausenden der Dunkelheit (vgl. Lektion 4 „Das Atlantische Erbe“).

Das Pendel der Dualität schwingt unaufhörlich. Die hermetischen Prinzipien (Entsprechung, Schwingung, Polarität, Rhythmus sowie Ursache und Wirkung) sind immer aktiv. Sie lenken unser Leben so lange, bis wir auch sie erkannt und überwunden haben.

Was immer wir anderen zufügten, wirkte auf uns selbst zurück: Auch wir fühlten uns immer wieder abgelehnt, unverstanden und verurteilt. Was wir säten, das ernteten wir. Und was wir ernteten, das säten wir. Viele Jahrtausende lang.

Warum hat sich das immerzu wiederholt? Die Antwort ist so fremd wie nahe liegend: weil wir der Dunkelheit selbst nie ins Gesicht geschaut und sie daher nie erkannt haben. Und weil wir sie nicht erkannten, erkannten wir uns selbst nicht.

Wir haben sie vermieden und sind vor ihr geflüchtet. Und weil wir dies taten, folgte sie uns - und trat von selbst immer wieder in unser Leben. Denn sie ist ein Teil von uns-und will wieder eins mit uns werden (vgl. Bild 2 Das Lebenskreuz und die entgegengesetzten Beziehungen von Licht und Dunkelheit).

 

 Lösungsmatrix

 

Wir überwinden und transformieren die Dunkelheit, indem wir zunächst einmal stehen bleiben, uns auf uns selbst besinnen und unser Herz öffnen. Indem wir senkrecht atmen, stärken wir unsere Gegenwart und Kraft 

Und dann drehen wir uns um und stellen uns dem Dunkel: Wir nehmen an, was auf uns zukommt, was von uns gefordert wird, anstatt es zu verurteilen und abzuwehren. Wir schauen hin, horchen und hören zu, anstatt zu argumentieren, uns zu rechtfertigen und uns heraus zu reden. Wir kommunizieren, anstatt uns zu verweigern und uns hinter anderen zu verschanzen. Wir öffnen uns, anstatt uns zu verschließen.

 

1. Übung

 

Lege ein „Tagebuch des Dunkels“ an und dokumentiere darin alle dunklen Aspekte deines heutigen Lebens. Betrachte alle dunklen Gefühle, Gedanken und Entscheidungen der letzten Tage und Wochen oder Monate - eigenständige oder solche, die als Reaktion auf andere entstanden.

Stelle dir Fragen - die Grundlage all dessen, was du auf den nächsten Stufen dieser Reise entdecken wirst. Sie könnten lauten:

 

Was ist in meinem Leben dunkel?
Wovor habe ich Angst?
 
Was stört, erschreckt oder nervt mich?
Was macht mich zornig?
 
Was gibt mir ein Gefühl von Ohnmacht?
Welche Themen will ich partout nicht an mich heran lassen?
 
Welche Ängste und Sorgen hatte ich in meiner Kindheit?
Welche Art von Gewalt ist mir begegnet - und wie gehe ich heute damit um?
 
Welche Art der Dunkelheit liebe ich – und warum?

 

Bleibe in deiner Gegenwart, schweife nicht zu weit zurück. Sammle Antworten auf jede Frage, ohne Begründung, Rechtfertigung und Forschung nach dem Warum - ohne Wenn und Aber. Schreibe sie auf - in Stichpunkten oder in ganzen Sätzen. 

Nimm dir sieben Tage Zeit, um Antworten für jede einzelne Frage zu sammeln. Sie steigen erst mit der Zeit auf - nicht nur im Tagesbewusstsein, sondern auch und gerade in den entspannten Phasen des Einschlafens und des Aufwachens sowie im Traumgeschehen. Ebenso kommen sie in äußeren Begegnungen zu dir.

Verspanne dich nicht, jage ihnen nicht nach. Strenge deinen Kopf nicht an. Wenn dir nichts mehr einfällt, dann lasse das Projekt los, entspanne dich und wende dich anderen Dingen zu. Und dann kommen die nächsten Impulse.

Die Antworten steigen gemeinsam mit der inneren Dunkelheit, in der sie verfangen waren, auf. Sie brauchen Zeit, um sich aus den tieferen Räumen und Schichten deines Lebens herauszulösen und in dein Tagesbewusstsein aufzusteigen. Und sie tun es erst, wenn du ihnen signalisiert hast, dass sie willkommen sind. Tue dies gleich zu Beginn.

Wenn du das Gefühl hast, dass sie dich überfluten, dass sie zu Tausenden aufsteigen und dir vermitteln, du seiest nichts anderes als ein dummer, bösartiger, nichtsnutziger und schuldbeladener Zombie - nun, dann gebiete ihnen Einhalt!

Für Tausende von ihnen auf einmal ist dein Körperfeld definitiv zu schmal. Mit der Zeit wird sich dein Lichtkörper so weit ausdehnen, dass Hunderttausende von ihnen auf einmal passieren können, ohne dass du es bemerkst.

Zwar finden sie überhaupt nicht, dass du dumm, bösartig, nichtsnutzig und schuldbeladen bist - das findet nur dein Ego - doch es kann sich durchaus so anfühlen, wenn sie aufsteigen, weil ihre Energieformen von solcher und ähnlicher Natur sind.

Gehe davon aus, dass selbst deine finstersten inneren Dämonen dich lieben und ehren - aber auch heilfroh sind, endlich aus den Kerkern deines Unterbewusstseins aufsteigen und sich von dir verabschieden zu dürfen.

Daher kann es durchaus passieren, dass sie sich an manchen Tagen in Massen durch dein Körperfeld drängeln und du dich fühlst wie ein Kanalisationsrohr oder ein Müllhaufen. Nun, dann öffne einfach dein Herz ganz weit und atme senkrecht. Das hilft dir und ihnen.

Betrachte deinen Körper an solchen Tagen als eine Transitstrecke zwischen der Finsternis und dem Licht - als eine goldene Brücke, die sich über eine tiefe breite Schlucht spannt und die einst getrennten Welten wieder miteinander verbindet.

 

 

Sammle in jedem Fall alle Antworten, Regungen und Gefühle - ohne Ausnahme.

Vielleicht wird einmal ein wunderschönes Buch der dunklen Mysterien daraus, mit dem du vielen Menschen helfen kannst, sich selbst zu entdecken - lachend, weinend, erkennend und erlösend: ein Buch, das dich und andere liebevoll, weise und reich macht.

 

 

2. Stufe

Das An-Erkennen der Dunkelheit

 

Das maskuline Dunkel ist, wie auch seine Schwester, das feminine Licht, eine Schöpferkraft unserer menschlichen Evolution, ein kosmisches Potenzial, eine Lebensmatrix, eine unverzichtbare Hälfte unserer Dualität.

Gemeinsam gingen Dunkel und Licht aus der höchsten Quelle, aus EIN SEIN, hervor und transformierten sich - absteigend - von einer Dimension und Sphäre in die andere, durchquerten die Reiche der Energien und erreichten schließlich die stoffliche Welt und Materiedichte  - und wurden Mensch. 

Licht und Dunkelheit sind einst im Kosmos erschienen, haben die Himmel durchwandert und sind auf der Erde angekommen, ebenso wie wir: wie du, wie ich.

Licht und Dunkelheit sind den gleichen Weg gegangen wie der Mensch und tatsächlich sind sie ihn gegangen, weil der Mensch ihn gegangen ist.

Daher kommen wir auf unserem eigenen Lebensweg nicht weiter, wenn wir den Weg und die Natur des Dunkels nicht ebenso offen und bedingungslos anerkennen wie den Weg und die Natur des Lichtes.

Unser eigener Entwicklungsweg war von Beginn an nur durch die Begleitung der Dunkelheit möglich. Sie ist eine Hälfte des Ganzen. Wer dies nicht anerkennt, entzieht sich selbst die Hälfte der eigenen Existenzgrundlage und Lebenskraft - und damit die Möglichkeit des Aufstiegs.

 

Lösungsmatrix

 

Wir überwinden und erlösen das graue Dunkel - draußen in der Welt und tief in uns selbst - indem wir es bedingungslos anerkennen, ohne uns ihm zu unterstellen.

Die Dunkelheit ist als eine Autorität anzuerkennen. Und wenn wir dies aus unserer eigenen Autorität heraus tun, dann wird sie schmelzen, denn wir Menschen sind - haben wir uns erst einmal in unserer eigenen Autorität erhoben - deutlich machtvoller als die Dunkelheit.

Unsere innere Autorität und Würde - unsere Selbstliebe und unser Selbstrespekt - lassen unser Körperfeld in hoher transformierender Frequenz schwingen, die zur Durchlichtung größter Finsternis fähig ist.

Und so geht es in unserem „Tagebuch der Dunkelheit“ um nichts anderes, als diese innere Autorität und die Fähigkeit der Durchlichtung zu erlangen.

 

2. Übung

 

Der nächste Schritt im Tagebuch wäre also dieser: Erkenne - schriftlich! - alle negativen Gefühle und Energien, die du in Stufe 1 gesammelt hast, bedingungslos an - gleichgültig, ob du sie in dir selbst, in anderen Menschen oder draußen in der Welt entdeckt hast.

In dieser Anerkennung öffnet sich ein Aspekt deiner inneren Weisheit und du wirst entdecken, wofür das Böse gut war, was am Falschen richtig, am Schlechten recht war - und welches Licht das Dunkel erzeugt hat. Anerkenne jede einzelne negative oder dunkle Regung, die du in dir selbst entdeckt hast. Frage sie nach ihrem verborgenen inneren Licht. Frage beispielsweise die Angst:

- womit sie dir dient,

- was das Gute an ihr ist,

- warum sie bisher richtig war,

- wie oder wovor sie dich geschützt hat,

- worin das Licht besteht, das sie erzeugen kann

- und was sie schließlich von dir braucht, um es erzeugen und sich dann aus    

  deinem Leben herauslösen zu können.

 

Tue das gleiche mit der Aggression, den Minderwertgefühlen und den vielen anderen dunklen Entdeckungen deines Lebens. Erhalte von ihnen die Antworten, die du brauchst und gib ihnen dann das, was sie brauchen. Danke ihnen für ihre Hilfe, segne und entlasse sie.

Und dann gib auch dir selbst, was du brauchst. Danke dir fürs lange Durchhalten, segne und anerkenne dich.

Ent-schuldige dich: Sprich sie und dich frei von Schuld (die ohnehin nur eine Illusion war). Das bedeutet: Nimm den dunklen Schleier dieser Illusionen von deinen dunklen Regungen - und von dir selbst. Niemand anders kann das für dich tun. Segne dich und liebe dich selbst für das, was du hier und jetzt bist.

Schreibe deine Wahrnehmung in ganzen ausformulierten Sätzen und Texten ins Tagebuch und lasse dich von den freigesetzten Energien durchströmen - und: benutze keine Tinte oder Tusche - wegen der Tränenströme! 

 

 

3. Stufe

Das Wirken der Dunkelheit

 

Churchill soll einmal gesagt haben, Moskau sei ein „Rätsel inmitten eines Geheimnisses, umgeben von Mysterien“.

Auch die Dunkelheit ist ein rätselhaftes, mysteriöses Geheimnis, denn alles Dunkel wirkt im Verborgenen. So wird auch alles Mysteriöse, Rätselhafte und Geheimnisvolle unterbewusst dem Dunkel zugeordnet - dem Bösen, dem Falschen und der Gefahr. Doch das ist ein Irrtum.

Das Rätselhafte an der Dunkelheit: Es wirkt dem menschlichen Verstand, der selbst zu fünfzig Prozent aus Dunkelheit besteht und verdunkelt ist, entgegen. Dunkelheit bewirkt das Gegenteil von dem, was es selbst ist. Darin liegt das Geheimnis. Dunkelheit wird immer zu Licht. Dies ist das Mysterium!

Und schon deshalb lohnt es sich, die Dunkelheit in unser Herzlicht zu ziehen und sie hier etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Nun betrachten wir die dunklen Räume der menschlichen Schöpfung, wie zum Beispiel den Raum der Angst, den Raum der Aggression, den Raum der Gier. Diese Räume sind aus unserem Umherirren zwischen den beiden Polen entstanden, aus dem Pendeln und Zweifeln zwischen Licht und Dunkelheit. 

Die Aufgabe dieser dunklen Räume lag von Beginn an darin, die dunklen Gedanken- und Gefühlsenergien, die auf unserem Weg entstehen würden, in sich aufzunehmen, sie zu hüten und sie uns am Ende der Zeit - am Ende des Weges - zurückzugeben, damit wir sie erlösen und verwandeln können.

Der Inhalt dieser dunklen Räume ist: Angst, Schmerz, Irrtum und Verzweiflung - und vieles andere mehr. Daher kann auch ihr Ausdruck nichts anderes sein als dies. 

Die Räume selbst können die Energien nicht verändern und sie können auf Dauer auch nichts mit diesen Energien anfangen. Sie bewahrten sie einfach nur eine Zeitlang für uns auf. Und nun - in der Zeitenwende - leeren sie sich: Wir erhalten den Inhalt zurück und müssen schauen, was wir nun damit anfangen können.

Die Räume haben sich im Laufe der Zeitalter nicht verändert, aber wir haben uns verändert: Wir sind reifer und erwachsener geworden. Also werden wir heute einiges mit dem zurückkehrenden Dunkel anfangen können:

Wir können es begreifen, wir können die Mysterien und Geheimnisse öffnen und tief hinter die Schleier schauen. Wir können so das Dunkel in Licht verwandeln und damit selbst in eine große innere Reife und Kraft gelangen.

 

Lösungsmatrix

 

Wir überwinden und erlösen das graue Dunkel, indem wir zunächst einmal ganz gelassen und entspannt Rätsel Rätsel sein lassen, Geheimnis Geheimnis und Mysterium Mysterium.

Treten wir den Rätseln, Geheimnissen und Mysterien offenherzig gegenüber und lassen wir uns nicht von ihnen einschüchtern!

Bleiben wir gelassen, atmen wir tief und hören mit dem Suchen draußen in der Welt auf. Denn die Mysterien sind in uns. Sie verbergen sich in unserem gelebten Leben. Wann immer wir suchen, leben wir nicht. Wann immer wir leben, suchen wir nicht.

Die Geheimnisse des Lebens entschlüsseln sich nicht durch das Suchen des weit Entfernten, sondern durch das Annehmen des nahe Liegenden - dessen, was Hier und Jetzt ist oder was gerade auf uns zukommt. Die Rätsel entschlüsseln sich im Annehmen, durch das Hinschauen und Kommunizieren.

 

3. Übung

 

Du könntest jetzt dein Tagebuch zur Hand nehmen und die dunklen Regungen, die du bei dir entdeckt hast (beispielsweise Eifersucht, Hass, Ablehnung oder Angst) als Räume wahrnehmen, in die du hineinschauen kannst.

Hier könnten dir deine negativen Gefühle ihre Hintergründe und Zusammenhänge zeigen, ihre Entstehungsgeschichten und uralten Grundlagen. Hier könnten sie Aha-Effekte für deinen Verstand und dein Gefühl erzeugen, die dir helfen, sie zu erkennen, anzunehmen und dich dann von ihnen zu verabschieden. 

Du kannst dir die negativen Regungen aber auch als Wesen vorstellen, die vor dir stehen (das tun sie sowieso - doch einer nach dem anderen bitte!).

Du könntest ihnen Fragen stellen. Du könntest die Angst bitten, sich vor dich zu stellen und mit dir zu sprechen, oder auch die Eifersucht, den Hass, die Ablehnung.

Über eines solltest du dir im Klaren sein: Du kannst mit Allem und Jedem sprechen. Und wenn du deine Fragen ernsthaft und von Herzen stellst, wirst du nur wahre Antworten bekommen, selbst von den Energien und Wesen der grauen Dunkelheit. Dies ist eine Spielregel der Schöpfung, ein Mysterium deines Lebens. Probiere es aus. Deine Fragen könnten nun lauten:

 

- Wer (oder was) bist du wirklich?

- Warum bist du bei mir?

- Was ist dein Dienst (deine Botschaft) an mich?

- Was kann ich tun, um dich und mich zu erlösen?

 

Finde weitere eigene Fragen, notiere dir die Antworten in deinem Tagebuch, schließe dabei die Augen und lasse dir viel Zeit. Führe eine schriftliche Kommunikation mit den dunklen Energien, auf die du eine Zeitlang immer wieder zurückkommst - solange, bis alles klar und gelöst ist. Und vergiss nicht, zwischendurch immer einmal wieder senkrecht zu atmen und dein Herz zu öffnen.

 

4. Übung

 

Du erlöst das Dunkel in deinem Leben, indem du einen kleinen Satz in seiner unermesslichen Tiefe und Kraft annimmst und zu deinem Lebensmantra machst. Er lautet:

ICH BIN DU und DU BIST ICH.

Dieser Satz löst, wenn er von Herzen kommt, einen machtvollen geistigen Strom aus, der alle Energien und Kräfte, die bisher außerhalb von dir existiert - und dich bedroht - haben, in dein Inneres zieht. So verschwindet außen, was dich ängstigte, und wird Teil von dir. Und allein dies könnte dich jetzt schon wieder ängstigen.

Doch wisse: Die bewusste Entscheidung, das äußere Dunkel in dir aufzunehmen, bringt deine Herzkraft und deine Körperelektrizität auf eine so hohe Frequenz, dass die dunklen Krusten und Schleier der Bedrohung schmelzen und der lichte Kern übrig bleibt. Anders ausgedrückt: Auf diesem bewusst gewählten Weg von außen nach innen dreht sich die negative Energieform in eine positive um. Beispiele:

 

aus Angst wird auf diesem Weg Mut,

aus Hass wird Barmherzigkeit,

aus Zorn wird Mitgefühl,

aus Gier wird Großzügigkeit,

aus Abhängigkeit wird Selbständigkeit.

 

Wende dieses schöpferische Prinzip der Wandlung - mit offenem Herzen und im tiefen und hohen Atem - auf alle deine dunklen Regungen und Entdeckungen an.

Bearbeite in diesem Sinne alle bisherigen Punkte der Dunkelheit, die du in deinem Tagebuch gesammelt hast, und beobachte, was sich dadurch in dir und in deiner Umgebung verändert. Mache dir Notizen und nimm dir auch für diese Stufe einige Tage Zeit.

Und öffne zwischendurch immer wieder dein Herz. Nutze den Dreifachen Atem, lasse immer wieder zwischendurch los und spüre, dass auf diese Weise eine Druckwelle nach der anderen in dir aufsteigt und dein Leben verlässt.

 

 

4. Stufe

Die fünf Räume des Dunkels 

Betrachten wir hier einmal die evolutionäre Entwicklung der Dunkelheit innerhalb unseres menschlichen Weges. Aus der Quelle - dem geistigen Kosmos oder dem EINEN RAUM - sind im Laufe unserer geistigen Evolution neun Räume entstanden: vier lichte und vier dunkle und einer, der sowohl licht als auch dunkel ist.

Zu jedem dunklen Raum gehört natürlich ein lichter, doch betrachten wir hier nur die dunklen - und geben uns damit zufrieden, das sie undurchdringlich sind:

 

Mysterien und Geheimnisse,
Labyrinthe, Spiegelkabinette und Geisterbahnen
Rätsel in der Finsternis.

 

Und doch sind auch sie ein Teil der vollkommenen Ordnung und des Gleichgewichts im Ganzen - ein Teil der vollkommenen Klarheit und Weisheit. Doch lassen wir auch dies erst einmal dahingestellt sein.

Den allerersten dunklen Raum erschuf der Geist: Wir nennen ihn das Schöpferische Dunkel. Dazu gehört das vor Leben vibrierende Dunkel des Universums, das glitzernde Dunkel einer klaren Sternennacht und die leuchtende Finsternis des Todes, in dem Augenblick, da er das gequälte Leben erlöst.

Aus dem Schöpferischen Dunkel und Licht entstand Energie. Sie erschuf einen weiteren dunklen Raum: das Energetische Dunkel. Dazu gehören die Rahmenbedingungen unseres Lebens und die Seelenmatrix, der unausweichliche Teil des Schicksals, die Konsequenz unseres Freien Willens wenn wir Dunkelheit erschaffen haben, und das Karma-Gesetz.

Aus dem energetischen Licht und Dunkel entstand das Verkörperte Dunkel: eine Hälfte unserer physischen Körper und Lebensfelder. Dazu gehören die rechte Herzkammer und der Venenstrom, die Knochen und die Materiedichte aller Organe und Muskeln sowie die kalte Gedankenkraft unseres Mentalkörpers und die hitzige Leidenschaft unseres Emotionalkörpers.

Aus seinem verkörperten Licht und Dunkel erschuf der Mensch das Äußere Dunkel. Dazu gehört das NEIN des Lebens: das „Ich-kann-nicht“ und das „Dafür-seid-ihr-zuständig“, die Macht der gesellschaftlichen Systeme und Organisationen sowie die Diskussionen und der Widerstand, die Kämpfe und die Kriege.

Und während wir uns außen organisierten und regelten, während wir kämpften und heilten, während wir die einen liebten und die anderen hassten, knüpfte das Äußere Licht und Dunkel die Netze des Astralen Dunkel-Lichts - während und weil wir liebten und hassten.

Und nun sind wir an dem Raum angekommen, der sowohl dunkel als auch licht ist oder auch weder licht noch dunkel. In diesem Raum der positiv-negativen menschlichen Gefühle können wir nicht mehr klar zwischen Licht und Dunkelheit unterscheiden. Alles ist sowohl gut als auch schlecht, sowohl geborgen als auch gefangen, sowohl geschützt als auch bedroht.

Hier ist unsere Liebe an Kontrolle gebunden und abhängig: fahles Zwielicht. Hier ist unser Hass an Angst gebunden: graues Schattendunkel. Hier ist unsere Macht an Unwissenheit und Lieblosigkeit gebunden - seelenloses Massenbewusstsein.

 

Eigentlich sind dies alles gar keine Räume

 

- die geistigen Räume sind eher Bewusstseinszentren und geistige Wesen

- die energetischen Räume sind eher Mechanismen und Rahmenbedingungen 

- die körperlichen Räume sind eher Organismen und Funktionssysteme

   sowie Emotionen und Intelligenzen

- die äußeren Räume sind eher Organisationen, Autoritätssysteme und Dogmen

- die astralen Räume sind eher Schatten, graue Schleier und Netze,

   dämonische Wesen, körperlose Kreaturen.

 

Lösungsmatrix

 

Schauen wir freundlich - mit offenem Herzen - auf die natürliche Entwicklung der dunklen Hierarchie. Betrachten wir sie voller Neugier und Staunen wie wir Tiere im Zoo oder Monster im Film betrachten, denen wir in freier Wildbahn besser nicht begegnen möchten.

Schauen wir voller Mitgefühl auf den Schmerz der Dunkelheit und voller Respekt auch auf ihre Schönheit - ja selbst bei den astralen Kreaturen. Erkennen wir unser tief verborgenes Interesse an den dunklen Formen des Lebens und gestehen uns die Faszination des so genannten Bösen zu.

Begreifen wir, dass sich auch die graue, magnetische Dunkelheit, der Abschaum an Widerwärtigkeit nur durch ein offenes Herz, durch Freundlichkeit, Akzeptanz und Respekt erlösen kann - durch elektrisierende Selbsterkenntnis.

 

 

Erst dann ist unser Herz

machtvoll genug

sie

aufzulösen

 

  

5. Übung

 

Schau das, was du an dir selbst nicht liebst, was du ablehnst oder gar hasst, freundlich und voller Mitgefühl an. Interessiere dich für das, was andere Menschen dir vorwerfen oder spiegeln. Sei neugierig auf ihre Wahrnehmung deiner Person, frage sie danach und nimm es ernst. Frage nach ihren Botschaften - auch und gerade, wenn sich deine Emotionen dagegen wehren, wenn sich dein Verstand dagegen stemmt.

Lasse diese Botschaften zu, nimm sie auf, gehe mit ihnen nach innen und frage dein Herz, was es dazu sagt. - Dein Herz liebt das Dunkel ebenso wie das Licht. Es hat kein Problem mit Gut oder Schlecht, Falsch oder Richtig. Dein Herz verurteilt dich nicht.

Betrachte das, wovor du bisher die Augen verschlossen hieltest, aus geistiger und energetischer Sicht: Stelle dir das schöpferische und das energetische Dunkel als zwei mächtige Wesen vor und frage sie, was es damit auf sich hat.

Führe auch hier eine schriftliche Kommunikation.

Nimm wahr, dass du in deiner verkörperten, äußeren und astralen dunklen Welt der Wahrnehmung oftmals Gedanken- und Gefühlsirrtümern unterlagst, die aufgrund deiner moralischen Werte, deiner persönlichen Gefühlsmuster und deiner Wahrnehmungsfilter entstanden sind.

Nimm alle Gedanken- und Gefühlsirrtümer, alle Wahrnehmungsmuster und moralischen Werte zunächst einmal an. Erkenne sie an, respektiere sie und erlaube ihnen dann sich zu lösen und zu verabschieden.

Schaue in diesem Sinne alle Ängste und Aggressionen, alle Schuld- und Minderwertgefühle an und erlaube ihnen dein Leben zu verlassen. - Sie möchten schon lange frei werden - und es geschieht von selbst wenn du es ihnen erlaubst von ganzem Herzen und mit deinem unbeirrbaren Willen.

Öffne immer wieder dein Herz und heiße alle dunklen Räume, Wesen und grauen Schleierenergien in deinem Leben willkommen. Damit erlaubst du allen alten Regeln und Dämonen, sich aus deinem Leben herauszulösen.

Sprich sie direkt an und erteile ihnen direkt die Absolution:

 

„Hier und Jetzt heiße ich dich
- (das negative Gefühl) -
von ganzem Herzen willkommen
und entlasse dich in Dankbarkeit und Mitgefühl
aus meinem Leben.“

 

Mache dir Notizen in deinem Tagebuch. Entwerfe selbst Innvokationen, Mantren und Formulierungen der Wandlung. Nimm wahr, dass sich auf diese Weise dein Tagebuch des Dunkels langsam aber sicher in ein Tagebuch des Lichtes verwandelt.

 

 

5. Stufe

Urteil und Unterscheidung

 

Die größte Fähigkeit des Schöpferischen Dunkels ist die UNTERSCHEIDUNG, die schwächste das Urteil. Die größte Fähigkeit des Astralen Dunkels ist das URTEIL, die schwächste die Unterscheidung. Das Urteil ist eine emotional-mentale - also kopf-bauch-gesteuerte - Kraft. Die Unterscheidung ist eine intuitiv-intelligente - also eine herz-gesteuerte - Kraft.

Urteil ist ein Wesen der niederen dunklen Räume, des Unter- und des Massenbewusstseins. Urteil ist nur möglich, wenn die höhere Weisheit und Einheit des Lebens weitgehend vergessen wurde, wenn die Entweder-Oder-Dualität herrscht: die niederen Schwingungen von Falsch und Richtig, Wert und Unwert, Schuld und Sühne, Gut und Böse. Alles dies sind Kräfte der abwärts drehenden Lebensspirale.

Das Mental-Emotional-Werkzeug URTEIL trennt die Pole voneinander - und unterwirft einen davon. So konnten wir in die illusionären Räume der Trennung und Verdichtung, des Grauens und der Verwirrung vordringen.

URTEIL kennzeichnete die alten Entweder-Oder-Wege - vor der Zeitenwende. Hitzige Emotionen und kalte Gedanken sind alte dunkle Gefühlsenergien. Magnetisch und abwärts drehend, wie sie sind, können sie nicht unterscheiden, sondern nur abwehren, urteilen und ver-urteilen. Urteil entstand am Beginn des Verkörperten, Äußeren und Astralen Dunkels - und vollendet es an dessen Tiefpunkt. Es dreht so lange abwärts, bis das Chaos perfekt ist.

Lange Zeit war dies ein Aspekt unserer Seelenreifung - und damit vollkommen in Ordnung. Doch inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Seit dem Beginn der Zeitenwende herrscht ein anderer Zeitgeist. Dieser urteilt nicht sondern unterscheidet.

Die Zeit des Be- und Verurteilens ist abgelaufen. Für diese Kopf-Bauch-Matrix steht nun keine geistige Unterstützung mehr zur Verfügung.

Das bedeutet, dass es im physisch-energetischen Raum nicht mehr funktioniert - und folglich endet dieser absteigende Kreislauf auch in unserem Leben.

Folgen wir dem nicht - versuchen wir, die alte Form von Schuld und Sühne, Urteil und Verdammnis weiterhin aufrecht zu erhalten - nun, dann nimmt die graue Dunkelheit in unserem Leben Überhand: in vielen verschiedenen Formen so auch von Fanatismus und Gewalt, Dysfunktion und Misserfolg - wie wir überall in der Gesellschaft und in unserem eigenen Leben beobachten können.

UNTERSCHEIDUNG kennzeichnet die neuen Sowohl-Als-Auch-Wege -während der Zeitenwende. Emotionslose Wahrnehmung und mitfühlende Gedanken - Gelassenheit und Herzenswärme - sind neue lichte Gefühlsenergien. Sie sind elektrisch und aufwärts drehend: können unterscheiden aber nicht verurteilen.

Die Unterscheidung existiert seit dem Beginn des Schöpferischen und Energetischen Dunkels. Sie geriet zwischendurch in Vergessenheit. Doch nun, da das Chaos des Urteils perfekt ist, schwingt sie ihre hohen aufsteigenden Energien bis hinab zum Tiefpunkt der grauen Dunkelheit, um die Verurteiler und Verurteilten dort abzuholen, wo sie sind - und ihnen beim Aufstieg zu helfen: durch Liebe und Weisheit, durch Klarheit und Gnade.

 

Lösungsmatrix

 

Das Urteil ist eine intellektuell-emotionale Kopf-Bauch-Kraft. Zugrunde liegende Energien sind:

Angst, Schuldbewusstsein, Minderwert, Reue, Scham und Zweifel im Bauch-Raum

Sowie der Zwang zu Kontrolle, Vergleich und Vergeltung, Organisation, Planung und Machtbedürfnis im Kopf-Raum

Beide Räume sind von Natur aus einpolig, magnetisch ausgerichtet, das heißt: verschlossen - und damit nicht wandlungsfähig.

Urteile kommen aus diesen einpoligen Körperräumen hervor und erhalten sie aufrecht: Jedes Urteil, das wir über uns oder andere fällen, hält uns in der Trennung gefangen, denn was wir als magnetische Gefühle und Gedanken aussenden, kehrt als bindende Energie zu uns zurück.

 

Unterscheidungen kommen dagegen
aus dem Herzen,
das sowohl denken als auch fühlen kann.

 

Das Herz unterscheidet urteilsfrei, trifft daraus angemessene Entscheidungen - und erfährt in der Rückkehr der ausgesandten Energien: Freiheit, Freude und Frieden.

Höre also auf zu urteilen und fange an, wertfrei und emotionslos wahrzunehmen und von Herzen zu unterscheiden.

Gestehe dir, und allen anderen Menschen auch, die volle Bandbreite der lichten und dunklen Evolution zu - und damit sämtliche Möglichkeiten der Gefühle, Gedanken und Entscheidungen, auch wenn sie dir zuwider sind.

 

6. Übung

 

Lerne die verheerende Kraft der Selbstverurteilung und Selbstverleumdung kennen. Schaue sie an. Stelle dir folgende Fragen und lasse die Antworten in dir aufsteigen:

Welche meiner eigenen Charaktermerkmale, Kräfte und Eigenheiten

unterscheiden sich deutlich von denen anderer Menschen?“

(nimm dir zwei bis drei Vergleichspersonen)

 

Wie beurteile ich meine eigenen Aspekte im Vergleich zu denen der anderen.
Was bewundere ich an ihnen?
Was bedauere ich an mir?
Welche meiner Eigenheiten bringt mich an den Rand der Verzweiflung?
Wofür verurteile ich mich?
Warum tue ich das?
Was hat mir dies bisher eingebracht?
Welche Wahl habe ich noch
und welche neue Entscheidung könnte ich treffen?

 

Mache eine klare und umfangreiche Bestandsaufnahme deiner persönlichen Ankläger-Angeklagten-Richter-Situation. Schaue dem Grauen deiner Selbstverurteilung und Selbstablehnung mutig ins Gesicht.

Lasse dir auch dafür genügend Zeit - und atme zwischen durch immer wieder mit geöffnetem Herzen senkrecht.

Dann schließlich entscheide dich, jeden schlechter abschneidenden Vergleich und jedes negative Urteil über dich selbst zu verwandeln:

 

- Erkenne von ganzem Herzen die lichten Kräfte deines Wesens an.
- Erkenne von ganzem Herzen die dunklen Gegenkräfte als notwendigen Teil der
  Verwurzelung deines einzigartigen Wesens an.

 

Erlaube beiden Kräfte, frei in dir zu fließen, zwischen der Krone und den Wurzeln deines Lebensbaums und sich so zu einer einzigen großen Kraft zu verwandeln - die du selbst bist.

 

7. Übung

 

Betrachte deine eigenen Wertmaßstäbe und Glaubensmuster, deine Ethik und Moralvorstellungen. Vergleiche sie mit denen anderer Menschen - wertfrei.

Stelle zunächst einmal fest, dass niemand anders das Leben genauso wahrnimmt und bewertet wie du - und das es auch unter den anderen keine zwei Menschen gibt, die die gleichen Maßstäbe haben. Hieraus ergeben sich deine nächsten Fragen für dein Tagebuch:

 

- Wer hat Recht, er/sie oder ich?
- Gibt es hier überhaupt ein Recht?
   - Wenn ja, worin besteht es?
   - Wenn nicht, was könnte ich dann an seine Stelle setzen?

 

Gehe auf diese Art alle Unterschiede durch, die du zwischen dir und anderen wahrgenommen hast. Wende auf sie alle diese Fragen an. Und dann:

 

Bin ich bereit, aus der Entweder-Oder-Welt in die Sowohl-Als-Auch-Welt umzusteigen?
Bin ich bereit, zu vergeben und zu akzeptieren - zu lieben?
Kann ich Gnade vor Recht ergehen lassen - anderen und mir selbst gegenüber?
   - Wenn nein, warum nicht?

 

Bleibe dir selbst auch hier treu. Gib zu, wenn du es nicht kannst und forsche nach den Gründen.

Inzwischen hast du erkannt, dass deinen aktiv-negativen Gefühlen - wie Hass, Zorn, Aggression und Gewaltbereitschaft - Entstehungsgeschichten zugrunde liegen, in denen du passiv-negative Gefühle erlebt hast: unverdaute Schmerzen und nicht vergebenes Leid, die noch in deinem Unterbewusstsein gären.

Vielleicht - und hoffentlich - ist dir auch längst klar, dass solche Entstehungsgeschichten ihren Anfang nicht in diesem Leben haben, sondern schon viele Lebensspannen währen.

Solange du diese Tod und Wiedergeburt überdauernden Kräfte des Dharma und Karma nicht akzeptierst, wirst du weder Gerechtigkeit noch Logik auf deinem Weg entdecken. Hieraus ergeben sich die Fragen:

 

Gestehe ich auch anderen Menschen, insbesondere Tätern und Tyrannen, eine schmerzhafte    
  Entstehungsgeschichte zu?
Und wenn ja: - „bin ich bereit, Mitgefühl an die Stelle von Urteil zu setzen?“
„Bin ich bereit, ihnen meine Liebe zu senden, sie vielleicht sogar in meiner Herzliebe zu baden?“

 

8. Übung

 

Nimm dir eine Situation deines Alltags - ein Problem, ein Geschehen oder eine Person - die du be- oder verurteilst. Sei ehrlich mit dir. Schaue mit offenem Herzen und beantworte folgende Fragen:

 

Wie habe ich diese Situation (das Problem, Geschehen oder die Person) bisher beurteilt?
Warum habe ich es so und nicht anders gesehen?
Welche Gefühle, im Bauch, und welche Gedanken, im Kopf, haben mich geleitet?
Welche Wirkung hatte dieses Urteil auf die Situation (auf das Problem, Geschehen oder die
   Person) und auf mich selbst?
Was ist damit gewonnen?“

 

Entscheide dich, dieselbe Situation noch einmal mit liebendem Blick und offenem Herzen zu betrachten und das Werkzeug der Unterscheidung zu verwenden - und dann gegebenenfalls dein Urteil zurückzunehmen.

 

Notiere dir Gefühle, Erkenntnisse und Wahrnehmungsunterschiede. Nimm wahr, welche Wirkung ein zurückgenommenes äußeres Urteil auf dein Innenleben hat und beschreibe dies. 

 

9. Übung

 

Lenke deine Aufmerksamkeit in dein Herz, schließe deine Augen und atme einige Male tief ein und aus.

 

Öffne dich weit und erlaube allen Strömen, frei zu fließen.
 
Erlaube deinem höchsten lichten Wesen, jetzt mit dir zu verschmelzen
und spüre, wie es in dein Herz fließt.
 
Dann erlaube deinem höchsten dunklen Wesen, mit dir Eins zu sein
und spüre auch dieses in dein Herz herein fließen.
 
Nimm die unterschiedlichen Energien wahr
und heiße beide in deinem Leben willkommen.
Lasse dir genug Zeit für diese Verschmelzung.
 
Notiere dir später, was du gefühlt und erlebt hast.
 

Lasse diese Verschmelzung des schöpferischen Dunkels und Lichtes in dir ganz bewusst zu einem Teil deines Atems werden und wiederhole diese Übung von Zeit zu Zeit.

 

 

6. Stufe

Die Wege der Dunkelheit

 

Selbst wenn wir die dunklen Räume jahrelang gemieden und uns in den lichten aufgehalten haben, selbst wenn wir vor den dunklen Wegen gehütet haben und den lichten gefolgt sind, sind wir dennoch in den dunklen Räumen gewesen und den dunklen Wegen gefolgt. Denn sie sind ein Teil unseres Wesens. Wir sind an sie und sie sind an uns gebunden.

Viele Lichtträger und Lichtarbeiter befinden sich am Ende langer Wege im vermeintlichen Licht in einer tiefen Dunkelheit und Ratlosigkeit.

Unser Problem war nicht die Dunkelheit selbst, sondern die Ablehnung der Dunkelheit, unser Widerstand, unsere verweigerte Kommunikation mit ihr - und somit mit uns selbst.

 

Was wir nicht wollten,
kam von selbst zu uns und beherrschte uns.
 
Was wir nicht vor uns auf unseren Wegen akzeptierten,
holte uns hinterrücks ein.
 

Auf die Frage, ob wir den Weg gemeinsam mit der Dunkelheit gehen wollen, sagten wir: NEIN - und die Räume der Dunkelheit sagte: JA.

Worte haben Bedeutung und Macht, denn sie bestehen aus Buchstaben und Zahlenwerten: zielgerichtete geistige Energien.

NEIN ist in diesem Sinne ein Wort der Ohnmacht, des Abstiegs und der Verdunkelung - und JA ein Wort der Macht, des Aufstiegs und der Durchlichtung.

Und hier haben wir schon wieder so ein geheimnisvolles Mysterium: Wir wollen das Licht und sagen daher NEIN zur Dunkelheit, wirken damit aber verdunkelnd - und das Dunkel sagt JA und wirkt damit durchlichtend. 

Dass Dunkelheit in uns ist, und dass wir im dunklen Raum sind, ist kein Drama sondern ein natürlicher Zustand. Dass wir dies jedoch - ums Verrecken - nicht wollen, ist in der Tat ein Drama. Denn Widerstand gegen die geistige Ordnung, Auflehnung gegen die eigene Natur - bedeutet Ohnmacht und Handlungsunfähigkeit: völlige Machtlosigkeit.

 

Wir gehen auf dunklen Wegen
und das Dunkel geht seiner Wege in uns.

 

Doch wir verschließen uns, drehen uns um, schauen es nicht an, wandern nicht gemeinsam mit ihm - und kennen es daher auch nicht. Aus diesem Grund können wir in den verschiedensten Lebenssituationen, da das äußere Dunkel auf uns zukommt, auch gar nicht wissen, was klugerweise zu tun oder zu lassen wäre.

Solange wir nicht selbst - aus dieser Erkenntnis heraus - unsere Lebenswege führen, dirigiert uns die Dunkelheit, zieht uns zu sich, auf ihre Wege. Und natürlich benutzt sie dabei ihre Rauminhalte und Fähigkeiten, die wir in der 3. Stufe erwähnt haben: Sie verwirrt uns mit ihren labyrinthischen Strukturen und quält uns mit ihren vergorenen Inhaltsstoffen wie Angst, Eifersucht, Misstrauen.

 

Lösungsmatrix

 

Wir erkennen das graue Dunkel, wenn wir unsere inneren dunklen Räume öffnen und willentlich hinein gehen. Wir überwinden und transformieren das Dunkel, wenn wir offenen Herzens auf unseren inneren dunklen Wegen spazieren gehen, dort lustwandeln, uns umschauen und alles, was uns begegnet, betrachten - urteilslos und wertfrei.

 

Wenn wir die Spielregeln beachten,
sind wir stärker als alle Wesen und Energien der Dunkelheit.
 
Eine der Spielregeln unserer Schöpfung und Evolution
besteht in der Wahl der Wege und der Tore.
 

Es gibt viele bewusste und unbewusste Zugänge zu den dunklen Räumen. Wir haben bisher nur wenige davon benutzt, und zwar zumeist die unbewussten: das mentale Tor im Kopf und das emotionale Tor im Bauch - sowie das Tor der Träume.

Durch diese Tore wollten wir immerzu - freiwillig ! - in lichte Räume gehen und sind stattdessen – unfreiwillig ...?! - ins Dunkel gerutscht.

Zumeist sind wir auf diesen unsicheren Wegen, Fallgruben und Einbahnstraßen nur mühsam und mit Blessuren vorangekommen und oftmals eigentümlich verändert - mit fremden Energien besetzt - zurückgekehrt.

 

Ein Tor führt uns sicher auf dunklen Wegen
und durch die vielen Räume der Dunkelheit hindurch:
Das Tor des Herzens

 

Wenn wir dieses Tor durchschreiten, dann schwingt unsere Seele - und auch unsere Körpermaterie - so hoch, dass wir uns unmöglich in den klebrigen Greifarmen und Netzen des Grauens verfangen können.

  

Unser Herz ist der Ausgangspunkt aller sicheren Wege,
gleichgültig wohin sie führen
 
Unser Herz ist der Bahnhof zu allen Reichen
des dunklen und lichten Universums
 
Hier fahren wir ab und hier kommen wir wieder an
Nutzen wir also künftig das Herztor!

 

10. Übung

 

Betrachte deine Alpträume und dunklen Fantasien aus der Sicht des Herzens. Gehe davon aus, dass sie dir Wege zu deiner inneren Kraft aufzeigen.

Stelle dich in dein Herztor und schaue in diesen dunklen Raum hinein. Betrachte jede Person und Kreatur in deinen Alpträumen, jedes Geschehen und Grauen, jede Gefahr und Lähmung als ein Gefühl, einen Gedanken oder einen Seelenanteil von dir, der in deinem Unterbewusstsein gefangen ist und frei werden möchte.

Versuche nicht, den Alptraum zu vergessen und die Energien in deine dunklen Urgründe zurückzudrücken. Drehe dich nach dem Erwachen noch einmal bewusst und willentlich um, begib dich in dein Herz - schaue durch dein Herztor hindurch auf den dunklen Wegen der vergangenen Nacht und gehe sie noch einmal.

Erlebe, dass du deine innere Dunkelheit - und die Angst vor ihr - auf diesen bewusst gewählten Wegen transformierst.

Entlasse von Herzen die Gefangenen aus ihren Kerkern und verwandele auf diese Weise deinen Körper Stück für Stück von einem düsteren Gefängnis in einen Licht durchfluteten Palast. Auf diesem scheinbar dunklen Weg befreist du dein Leben aus der Gefangenschaft und betrittst das Reich deiner Königswürde.

 

11. Übung

 

Lenke  deine Aufmerksamkeit in dein Herz und atme einige Male tief ein und aus. Öffne dich weit und erlaube allen lichten und dunklen Strömen, frei zu fließen.

Verschmilz mit den Meistern und Meisterinnen des Lichtes und der schöpferischen Dunkelheit - und erlaube ihnen, gemeinsam mit dir, das fahle Zwielicht in dir zu klären und das graue Schattendunkel zu durchlichten.

Dann begib dich mit ihnen auf eine Reise in jene Räume des Dunkels, die du zu sehen wünschst. Erlaube ihnen dich zu führen, um weitere Rätsel deines Lebens zu lösen, um noch tiefere Geheimnisse zu lüften und uralte Mysterien deines eigenen Seins wieder zu entdecken.

Lasse dir für solche Reisen in die geheimnisvolle Dunkelheit viel Zeit. Beginne sie am besten am Abend, wenn du schlafen gehst. Dann hast du die ganze Nacht Zeit.

Und gleichzeitig setzt du an die Stelle deiner ungewollten Alpträume eine gewünschte Reise in das Dunkel vergangener Mysterien. Und wahrlich - dies ist ein wahrhaft schöpferischer Akt! - Notiere dir später, was du gesehen, gefühlt und erlebt hast.

 

 

Meditation im Lichtturm des Geistes

 

Atme tief und lasse los, was war, was ist und was sein wird. Öffne Dein Herz weit und werde leer. Einfach indem du es beschließt, geschieht es.

Lass’ die Energien deines Körpers in den Boden sinken und deine Seele aufsteigen in die kristallklaren Reiche des lichten Geistes.

Nimm wahr, dass dein Körper als eine leere Hülle zurück bleibt, während dein wahres Leben, dein geistiges Sein nun immer spürbarer wird, immer realer.

Siehe in deinem geistigen Blick eine Landschaft in einem kristallklarem Antlitz und einen Turm, der sich vor dir erhebt.

Ein Turm von diamantener Ausstrahlung, ein hoher Turm, der sich durch die Wolken hindurch in den Himmel streckt: dein Lebensturm, der dich einst aus den Welten des Geistes hinab in die Körperwelten führte. Nun, in diesem Augenblick, kannst du wieder empor steigen, hinauf in die Welt des Geistes und dich erinnern; wer du wirklich bist.

Gehe auf den Turm zu und siehe: die Tür öffnet sich und lässt dich ein. Tritt ein in das Innere des Turmes. Eine Treppe führt spiralförmig an den Außenwänden hinauf in die Höhe  und in der Mitte des Raumes kannst du hinauf blicken in die unendlichen Höhen deines Lebens, die sich deinem Blick entziehen.

Machtvoll überflutet der Diamant dich mit seinem Licht und zieht dich sanft hinauf.  Alles Niedere fällt von dir ab, alles Bindende erlöst sich. Alle Gegensätze werden Eins. 

Fühle dich leichter werden. Langsam und schwerelos steige auf, Stufe um Stufe. Und während du die Treppe emporsteigst, lasse zu, dass machtvolle, kristalline Energien dich durchfluten und erheben.

Viele Stufen steigst du hoch und kommst in die Zone des roten Lichtes. Erlebe, wie es machtvoll deine Zellen durchdringt und belebt. Karmesinrotes Licht nimm in dir auf, während du weiter steigst, ohne stehen zu bleiben, langsam, aber stetig.

Und so erreichst du nun die Sphäre des orangenen Lichtes, welches – tausend Sonnen gleich – deinen Willen stärkt, Kraft, Mut und Entschlossenheit in dir erleuchtet. Atme es ein. Nimm es auf. Gehe weiter Stufe um Stufe aufwärts durch den Raum der Sonne.

Und so erreichst du das leuchtende Gelb, goldenes Gelb, das dein Wesen mit Klarheit und Weisheit tränkt. Öffne dich weit, atme tief und nimm es auf. Spüre wie es in dich strömt und dich erneuert.

Und weiter, immer weiter steige auf, höher in die Zone des smaragdgrünen Lichtes. Denn siehe, der Smaragd öffnet dein Herz, in Einheit mit allen Herzen zu schlagen. Und darin gehe weiter. Empfange ALLES, doch halte NICHTS fest.

Steige auf im Schaft des diamantenen Turmes, höher hinauf in den azurblauen Strahl, wo dein ganzes Sein in jenem Klang vibriert, der alle Klänge in sich birgt. Schwinge hier in Einheit mit der ganzen Schöpfung. Und mit ihr gemeinsam steige weiter auf. 

So betrittst du nun das mystische Indigoblau, welches dir alle Geheimnisse offenbart. Das Leben aller Zeiten-Räume atmet hier. Atme auch du. Atme tief. Und weit geöffnet durchschreite diesen Raum, immer höher ansteigend.

Und so tauchst du schließlich ein in die Unermesslichkeit des Purpur, in jene Schwingung kosmischer Liebesmacht, die dich wahrhaft ermächtigt. Nimm auch hier einen tiefen Atemzug und empfange, denn du bist würdig.

Und indem du einfach weitergehst, einen Fuß vor den anderen setzt, eine Stufe um die andere nimmst, erreichst du jenes Feld, das alles in strahlendes Magenta taucht – und alle Teile deines Seins sind Eins.

Doch auch dieses löst sich auf, da du nun noch höher in die Sphäre gehoben wirst, die das Reine Weiße Licht enthält.

Reise jetzt auf deinen goldenen Lichtflügeln an jene Orte und in jene Zeiten, die der Gottesgeist in dir bereisen will - und wisse zutiefst: die Liebe und der Segen ALLER ruhen auf dir.

 

 

Noch ein Wort zu Heilungskrisen

 

Beachte, dass dieser neue - und aktive - Umgang mit der Dunkelheit in hohem Maße heilend wirkt, und daher in der ersten Zeit beachtliche Heilungskrisen durch deinen Körper- und Lebensraum ziehen können, die sich sowohl physisch als auch psychisch, sowohl lebensorganisatorisch als auch emotional zeigen können.

 

Dann gilt es:
das Herz immer wieder öffnen,
ganz entspannt tief und atmen: senkrecht
mit Körper, Seele und Geist.
 
 

Rückzug

 

Dann ist für eine Weile der Rückzug von der Welt gefordert: keine Diskussionen mit anderen, keine Lösungen erzwingen, keine Gerechtigkeit fordern, sondern einfach nur

 

Rückzug ins eigene Innere:

 

viel ruhen und schlafen, weinen und lachen - Rollenspiele machen, laut mit den Gefühlen, Energien und inneren Wesen sprechen, vor dem Spiegel Zombie spielen, Grimassen schneiden, Veitstänze vollziehen - aber auch: malen, singen, joggen

 

und - und - und - alles was dir einfällt und gut tut.
Alles was nur für dich bestimmt ist.

 

 

In liebevoller Verbundenheit
von Herzen
Sabine Wolf
 
Lichtpunkt, am 4.2.2013
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